Lernorte außerhalb des Klassenzimmers an unseren Schulen

Aufbau des Klassenzimmers draußen
LEHRPFAD AUF DEM SCHULHOF

Evaluierungsergebnisse

Während des Projektes fragten wir die teilnehmenden Lehrer/innen und Schüler/innen, was sie über den Unterricht draußen meinen. Wir arbeiteten einen Fragebogen für Erwachsene aus, und einen auch für die Kinder. Die Online-Fragebögen wurden in der Sprache aller Projektpartner übersetzt (außer Lettisch – die Letten füllten die Fragebögen aufgrund fehlender Computerzugänge schriftlich aus, und ihre Koordinatorin schickte die lettischen Gesamtergebnisse).

Der Fragebogen wurde mit einer Skala von 1 bis 5 bewertet. Die Bedeutung der Punkte ist die folgende:

1 = ich stimme überhaupt nicht zu
2 = ich bin nicht einverstanden
3 = ich stimme weder zu, noch bin ich dagegen
4 = ich bin einverstanden
5 = ich stimme völlig zu

Mit Hilfe von jährlichen Fragebögen für am Projekt teilnehmende SchülerInnen einerseits und LehrerInnen andererseits konnte der Erfolg der „Schule draußen“ – des Unterrichts außerhalb des Klassenzimmers – ermittelt werden. Die Fragebögen wurden von 180 Schüler/innen und 39 Lehrer/innen ausgefüllt.

Vom „Unterricht draußen“ wurden eine ganze Reihe zusätzlicher Vorteile, positiver Effekte und Nutzen für Schülerinnen und Schüler erwartet:

Eine Annahme war, dass regelmäßige Phasen des Lernens außerhalb des Klassenzimmers die allgemeine Freude am Lernen erhöhen und die Motivation steigern würden, aufgrund der gewonnenen „Freiheit“ und der Auszeit vom üblichen Schulalltag.

Der ganzheitliche und projektorientierte Lernansatz sollte das soziale Miteinander fördern und soziale Fähigkeiten wie Teamfähigkeit und einen konstruktiven Umgang mit Konflikten. Er sollte die Fähigkeit stärken, längere Zeit konzentriert an einer Sache dran zu bleiben. Zudem Eigeninitiative, Achtsamkeit, Kreativität und Phantasie, vernetztes Denken, Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit. Alles Dinge, die man Schülerinnen und Schülern für ihr weiteres Schul- bzw. Berufsleben mit auf den Weg geben möchte.

Die regelmäßige Bewegung im Unterricht draußen sollte ein weiterer Zugewinn sein. Schon Schulkinder sitzen heutzutage viel zu viel und bewegen sich zu wenig. Sie verbringen immer mehr Zeit in Gebäuden und mit rein kognitiven Tätigkeiten. Doch gerade Gewohnheiten, die sie im Kindesalter lernen, festigen sich in ihrer Gehirnstruktur, und solche Lebensmuster sind im Erwachsenenalter nur schwer zu verändern. Die Bewegung im unwegsamen Gelände, wie im Wald oder auf der Wiese, stellt eine Bereicherung für Muskulatur, Motorik und Koordination dar. Bewegungen wie Klettern, Springen, Ballanzieren, Laufen kommen im Freien ganz natürlich vor.

Eng gekoppelt an den regelmäßigen Aufenthalt im Freien war auch gesteigertes seelische Wohlbefinden ein erwünschter Faktor. Ein Aufenthalt in der Natur tut gut. Menschen tanken Energie in der Natur, denn diese bietet Raum, Ruhe und frische Luft. Unsere Annahme war es, dass die Schüler/innen in der Natur und durch die anderweitigen Lehrmethoden ihr eigenes Tempo besser kennen lernen und einschätzen lernen, was ihnen gut tut. Und, last but not least, dass es sie einen verantwortungsvollen Umgang mit Mutter Natur lernen!

Die Evaluierungsergebnisse ergaben, dass diese Annahmen zutrafen:

87,8 Prozent der befragten Schüler/innen fanden es wichtig, theoretische Kenntnisse auch in der Praxis anzuwenden.
91,1 Prozent fanden den Unterricht draußen interessanter.
80,5 Prozent der Kinder hatten draußen mehr Lust zu lernen.
81,1 Prozent fühlten sich draußen aktiver als im Innenraum.
92,8 Prozent der Schüler strichen die Bewegung im Freien als Mehrwert hervor.
78,3 Prozent lernten zudem gerne in Interaktion (in Gruppen, projektorientiert), wie es draußen vermehrt der Fall war.
89,7 % der Lehrer/innen fanden die direkte Umgebung für den Unterricht geeignet. Sie meinten, dass jedes Schulfach Lehrplaninhalte hat, die draußen umsetzbar sind.
Ebenfalls 89,7 % schätzte die Qualität ihres Lehrprozesses während des Unterrichts außerhalb des Klassenzimmers als ausgezeichnet ein. Sie gaben an, offen für neue Methoden und Arbeitsformen zu sein und hielten es für wichtig, dass ihre Schüler/innen theoretische Kenntnisse auch in der Praxis anwenden und umsetzen können.
97,4 % fanden, dass der Unterricht außerhalb des Klassenzimmers den Lernprozess interessanter macht und ebenso viele, dass das erlebende, erforschende, entdeckende und experimentierende Lernen zur komplexen Entwicklung der Persönlichkeit beiträgt.
89,7 % gaben an, dass die Schüler/innen draußen aktiver dabei waren als im Innenraum, und der Unterricht draußen die Freude am Lernen steigerte.
95,1 % waren der Meinung, dass das soziale Miteinander und die Kooperations- und Kommunikationsfähigkeiten dabei gefördert und gestärkt wurden.
Laut 89,7 % der Lehrer/innen verminderte der Unterricht draußen Stress.
71,9 % der LehrerInnen waren der Meinung, dass der Unterricht draußen das Selbstwertgefühl ihrer Schüler/innen erhöhte.
76,8 % waren der Meinung, dass sich durch den verminderten Druck und Stress bessere Schulleistungen ergeben werden.

Bei den Fragen, die sich auf das Selbstwertgefühl und die Schulleistungen beziehen, waren die Schüler/innen selbst (21,1% und 23,9%) unbestimmt. Es war für sie schwierig zu entscheiden, ob Selbstwertgefühl und Schulleistungen sich verdankend dem Unterricht draußen erhöhen.

Zur zusätzlich beantwortbaren Frage an die Schüler/innen, was ihnen am besten gefallen hatte, schrieben diese:

„Ich finde die gute und frische Luft, die man in der Natur hat, sehr positiv.
Außerdem sieht man noch viele verschiedene Dinge wie z.B. Käfer, die man sonst im Klassenraum nicht sehen würde.
Es ist interessant die Natur zu beobachten.
Man hat während des Lernens immer einen schönen Ausblick.
Einfach die Luft einzuatmen tut gut!
Es wird auch kreativ, wenn man in der Natur ist.
Man kann sich viel mehr bewegen.
Man kann frische Luft schnappen.
Man kann gemeinsam mit den Freuden sein.
Im Freien finden interessante Spiel statt.“ 

Der Unterricht draußen bot mehr Raum und zugleich mehr Rückzugsmöglichkeiten und mehr Möglichkeiten für individuelle Geschwindigkeit und Vorlieben. In der Natur war es besonders gut möglich, „herunterzukommen“. Das hing auch mit den gewählten Unterrichtsmethoden zusammen: Es wurde selbstbestimmter gelernt, im aktiven Tun, durch Entdecken, Erfahren, Experimente, Handlungsorientiert, Fächerübergreifend. Der Schule wurde der Rücken gekehrt, um an unterschiedlichen Lernorten und von diesen zu lernen. Das Lernen war ganzheitlicher, mehrere Sinne wurden angesprochen, und damit war es weniger einseitig als im Klassenzimmer. Es war mehr Spaß involviert und „Auszeit“ vom Leisten-müssen. Der Spaß, die spielerischen Zugänge und die dadurch geschürte Offenheit für ein Thema stärkten wiederum die innere Motivation. Gepaart durch echte Erlebnisse und dadurch positiv emotionale Verknüpfungen fand Lernen natürlich und wie von selbst statt. Das nahm den Druck („pauken“) heraus und brachte mehr persönliches Wohlbefinden und damit Entspannung, und wiederum eine bessere Aufnahmefähigkeit mit sich. Persönliches Wohlbefinden und Lernerfolg hängen eng zusammen.

Dieser Nutzen galt auch für die LehrerInnen. Während die Unterrichtsvorbereitungen für „draußen“ einerseits einen Mehraufwand an Vorbereitungszeit bedeuteten, bedeuteten sie gleichzeitig einen Zugewinn an Abwechslung, Bewegung, Freude und Motivation.

Die Evaluierungsergebnisse geben an, worin die Lehrer/innen den größten Nutzen der Unterrichtseinheiten draußen sahen:

r die Lehrer-Schüler-Beziehung: Sehr wichtig! Außerhalb des Klassenzimmers hatten Lehrer/innen und Schüler/innen mehr Möglichkeiten, auch Privates miteinander zu teilen. Die Lehrer/innen lernten ihre Schüler/innen besser kennen – und sicher auch umgekehrt.

r den Unterricht: Der Unterricht wurde insgesamt ganzheitlicher. Nicht mehr nur die Noten und das Durchpeitschen von Stoff standen im Vordergrund, sondern auch der Mensch (der Schüler, die Schülerin) und das zu vermittelnde Thema in unterschiedlichen Facetten. Die Bücher- und Lehrer- Orientiertheit fiel weg. Das Leben und das Praktische – weshalb ein Stoff überhaupt vermittelt und gelernt wird – rückte näher.

r die Schüler/innen: Dass diese mit allen Sinnen lernten! Dass jene Schüler/innen, die viel Bewegung brauchten, um gut lernen zu können, diese auch erhielten. Dass jene Schüler/innen, die mehr Raum, Zeit und Ruhe für sich benötigten, auch diese erhielten. Dass das Lernen lockerer war und natürlicher, weil Druck und Leistungsdruck wegfielen. Die Schüler/innen erkannten Lernen wieder als etwas Lustvolles, das Spaß machen kann.

r die Schulen: Die Schulen wurden ganzheitlicher aufgestellt. Die Schultore zu öffnen, brachte Schüler/innen, Lehrer/innen, Eltern und damit der ganzen Schulgemeinschaft etwas. Auch mehr Zufriedenheit.

Die „Schule draußen“ bedeutete einen Mehrwert für die Kompetenzen der Lehrer/innen. Sie lernten innovative Lehr- und Lernmethoden und neue Ansätze kennen, erweiterten ihr Unterrichtsangebot und verbesserten die Qualität ihres Unterrichts. Sie trauten sich ihre Schüler/innen zwischenzeitlich aus dem engen Korsett von Unterrichtsfach, Unterrichtseinheit, Buch, Klassenzimmer und kognitivem Lernen zu „entlassen“, und ihnen mehr Möglichkeit zur Individualität zu gewähren, zum eigenen Finden und Entscheiden über Geschwindigkeit und Art des Lernens, sowie zur eigener Kreativität.

Anfängliche Schwierigkeiten bei der Implementierung der Schule draußen wurden ebenfalls in den Evaluierungen abgefragt: Die befragten Lehrer/innen erläuterten in ihren Antworten, welche Voraussetzungen für die Umsetzung der Schule draußen notwendig waren:

Von der Schule her: Die Schule musste den „Unterricht Draußen“ wollen, ansonsten funktioniert diese Form des Unterrichts nicht. Der Stundenplan musste das Hinausgehen ermöglichen. 45 Minuten-Einheiten für die Umsetzung der Stunde draußen waren nicht genug. Die Lehrer/innen mussten fächerübergreifend zusammenarbeiten können, und aufgeschlossen für andere Formen des Unterrichts sein. Der Nutzen des Unterrichts außerhalb des Klassenzimmers für ihre Schülerinnen musste ihnen klar sein.

Von den Schüler/innen her: Manche Schüler/innen brauchten Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Manche Kinder wollten nicht immer hinausgehen, wenn es z.B. zu kalt oder zu heiß war. Die Schüler/innen mussten bereit sein, die freie Natur auch als Lernort und nicht nur als Spielort zu verstehen. Sie sollten sich aktiv beteiligen und die gemeinsam festgelegten Regeln beachten.

Von den Eltern her: Die Eltern hatten oft Angst, dass ihre Kinder sich verkühlten oder verletzten. Wenn die Eltern nicht dafür waren, dass ihre Kinder in die Natur hinausgingen oder draußen lernten, gaben sie das an ihre Kinder weiter. Es bedurfte Aufklärungsarbeit! Die Vorteile pädagogischer und gesundheitlicher Art mussten vermittelt werden. Die Eltern mussten erfahren, was ihre Kinder in den Draußen-Unterrichtsstunden alles lernten. Z.B. bei Elternabenden, durch Newsletter, Pinnwände mit Fotos und selbst gestaltete Plakate, o.ä. Dann erkannten sie den Nutzen.

Vom Organisatorischen her: Wenn Grünflächen in der Nähe waren, war es von der Organisation her nicht schwer, diese regelmäßig zu nutzen. Die Kinder sollten passende Schuhe und Kleidung immer in der Schule haben.

Von den Lehrer/innen her: Für die Lehrer/innen bedeutete es eine Umstellung in der Organisation ihrer Schulstunden. Die Vorbereitung der Stunde draußen beanspruchten viel Zeit. Aber wenn sie den Vorteil für sich, ihr Fach und für die Schüler/innen erkannten, war es das Wert. Es gab schon einiges an Material, das man dafür verwenden konnte. Und mit etwas Phantasie konnte man seinen Lehrinhalt für drinnen durch draußen sehr gut ergänzen.

Den Fragebogen ausfüllende Lehrer/innen 39 Personen
Verteilung der Antworten 1 2 3 4 5
1. Jedes Schulfach hat Lehrplaninhalte, die draußen umsetzbar sind. 1

2,6%

1

2,6%

2

5,1%

13

33,3%

22

56,4%

2. Die direkte Umgebung der Schule eignet sich für den Unterricht außerhalb des Klassenzimmers. 1

2,6%

0 3

7,7%

9

23%

26

66,7%

3. In der weiteren Umgebung der Schule gibt es natürliche Lebensräume (Fluss, Wald), Museen, historische Stätte, die sich für den Unterricht außerhalb des Klassenzimmers eignen. 1

2,6%

0 3

7,7%

4

10,2%

31

79,5%

4. Während der pädagogischen Arbeit organisieren wir mit den Schülern Aktivitäten draußen (Spaziergänge, Ausflüge, Museumsbesuch) außerhalb der Stunden. 1

2,6%

0 3

7,7%

7

17,9%

28

71,8%

5. Die Qualität des Lernprozesses, die ich mit den Schülern dabei ausführe, schätze ich als ausgezeichnet. 1

2,6%

0 3

7,7%

23

59%

12

30,7%

6. Ich bin offen für neue Methoden und Arbeitsformen. 1

2,6%

0 0 13

33,3%

25

64,1%

7. Ich strebe mich, damit die Schüler die theoretischen Kenntnisse auch in der Praxis verwenden können. 0 1

2,6%

3

7,7%

11

28,2%

24

61,5%

8. Ich halte oft Stunden außerhalb des Klassenzimmers. 0 3

7,7%

10

25,7%

14

35,9%

12

30,7%

9. Der Unterricht außerhalb des Klassenzimmers ist fächerübergreifend konzipiert. 0 1

2,6%

2

5,1%

21

53,9%

15

38,4%

10. Draußen sind die Schüler aktiver als im Innenraum. 1

2,6%

2

5,1%

0 15

38,4%

21

53,9%

11. Der Unterricht außerhalb des Klassenzimmers macht den Lernprozess interessanter. 1

2,6%

0 0 8

20,5%

30

76,9%

12. Der größere Raum, mehr Bewegung, die Auszeit vom Schulalltag vermindert den Stress für die Schüler. 1

2,6%

0 3

7,7%

9

23%

26

66,7%

13. Das erlebende, erforschende, entdeckende Lernen trägt zur komplexen Entwicklung der Persönlichkeit bei. 0 1

2,6%

0 9

23%

29

74,4%

14. Der Unterricht draußen steigert die Freude am Lernen. 1

2,6%

0 1

2,6%

11

28,2%

26

66,7%

15. Der Unterricht draußen erhöht das Selbstwertgefühl. 0 4

10,2%

7

17,9%

12

30,7%

16

41,2%

16. Der Unterricht draußen ergibt bessere Schulleistungen. 0 2

5,1%

7

17,9%

15

38,4%

15

38,4%

17. Während der Aktivitäten draußen entwickeln sich die Kooperations- und Kommunikationsfähigkeiten. 1

2,6%

0 1

2,6%

16

41,2%

21

53,9%

Den Fragebogen ausfüllende Schüler 180 Schüler
Verteilung der Antworten 1 2 3 4 5
1. Die direkte Umgebung der Schule eignet sich für den Unterricht außerhalb des Klassenzimmers. 3

1,7%

2

1,1%

26

14,5%

54

30%

95

52,7%

2. In der weiteren Umgebung der Schule gibt es natürliche Lebensräume (Fluss, Wald), Museen, historische Stätte, die sich für den Unterricht außerhalb des Klassenzimmers eignen. 12

6,7%

13

7,2%

26

14,5%

39

21,6%

90

50%

3. In der Schule werden Aktivitäten außerhalb des Klassenzimmers (Spaziergänge, Ausflüge, Museumsbesuch) außerhalb den Stunden organisiert.  

3

1,7%

10

5,6%

14

7,8%

35

19,4%

118

65,5%

4. Meine Lehrer halten Stunden auch außerhalb des Klassenzimmers. 24

13,3%

22

12,2%

29

16,1%

55

30,6%

50

27,8%

5. Es ist wichtig, die theoretischen Kenntnisse auch in der Praxis zu verwenden. 6

3,3%

5

2,8%

11

6,1%

32

17,8%

126

70%

6. Ich bin draußen aktiver als im Innenraum. 5

2,8%

6

3,3%

23

12,8%

44

24,4%

102

56,7%

7. Das Lernen draußen ist interessanter, als im Klassenzimmer. 5

2,8%

4

2,2%

7

3,9%

22

12,2%

142

78,9%

8. Draußen ist der Raum größer, ich kann mich mehr bewegen. 4

2,2%

4

2,2%

5

2,8%

26

14,5%

141

78,3%

9. Draußen habe ich mehr Lust zu lernen. 12

6,7%

4

2,2%

19

10,6%

42

23,3%

103

57,2%

10. Draußen erhöht sich mein Selbstwertgefühl. 9

5%

9

5%

38

21,1%

46

25,6%

78

43,3%

11. Draußen kann ich bessere Schulleistungen erreichen. 6

3,3%

9

5%

43

23,9%

35

19,4%

87

48,4%

12. Ich arbeite gern in Gruppen. 13

7,2%

10

5,6%

16

8,9%

29

16,1%

112

62,2%

Das letzte Treffen in Kroatien

Welcome, willkommen, vitejte, laipni ludzam, udvozoljuk – der Willkommensgruß an der Tür unserer Schule markierte die Ankunft der ausländischen Gäste. Von Ungarn, der Tschechischen Republik, Lettland und Österreich sind Schüler und 15 Lehrer im Rahmen des Projekts Erasmus+: Schule draußen angekommen. Das Projekt endet in diesem Jahr, aber es begann vor drei Jahren mit dem gleichen Ziel, einen Teil des Unterrichts außerhalb des Klassenzimmers zu halten. Die Gäste blieben bei uns 5 Tage. Das war unser letztes Zusammentreffen und es markierte das Ende des Projekts. Deshalb gaben wir uns sehr viel Mühe, dass es unseren Gästen in Kroatien gut gefiel. Wir wollten, dass Sie viel Spaß bei uns und in unserer Schule haben.

Wir begrüßten Sie in Zagreb und haben Sie sofort mit unserer Hauptstadt bekannt gemacht. Bei der Ankunft in der Gespanschaft Međimurje haben sich die Gäste im Hotel Park eingemeldet, und nach etwas Erholung haben die Gäste die Stadt Čakovec besichtigt.

Am nächsten Tag haben sich die Gäste mit unserer Schule und unserer Gemeinde bekannt gemacht. Wir haben verschiedene Stationrn durch das Dorf organisiert. Auf jeder Station konnten die Gäste etwas über unsere Kultur lernen und dabei viel Spaß haben. Sie haben Folklortänze der Gespanschaft Međimurje tanzen gelernt, Sie haben alte traditionelle Spiele wie Gummitwist und Schach gespielt, und haben noch gelernt wie man Papier rezykliert und Ihren Namen in Glagoliza geschrieben. Im Kulturzentrum hatten wir an diesem Nachmittag eine Schüleraufführung, wo sich unsere Gäste zusammen mit uns vorgestellt haben. Auf unserem schön dekorierten Markt gab es nach der Schüleraufführung, degustieren von unseren traditionellen Speisen wie auch die Speisen aus allen Ländern, die uns besucht haben.

Wir haben mit unseren Gästen einen Spaziergang entlang der Mur gemacht. Dort haben Sie sich mit dem Regionalpark Mur-Drau bekannt gemacht. Am Ufer der Drau hatten Sie verschiedene Spiele gespielt und an der Drau fuhren Sie mit den Booten. Wir besuchten natürlich auch die Gespanschaft Varaždin. Dort besichtigten wir das Schloss Trakošćan.

An den letzten Tag Ihres Aufenthalts in Medjimurje haben wir an unserer Schule den Tag der Sonne als einen Projekttag gestalten. Die Gäste konnten an 12 verschiedenen Workshops teilnehmen, die an das Thema der Sonne gebunden waren. An diesen Workshops haben alle Schüler unserer Schule teilgenommen. Zu dieser Zeit haben unsere Gastlehrer unsere Zweigschule Držimurec-Strelec und das Dorf der Roma Piškorovec besucht.

Der letzte Workshop fand am Abend statt, als wir alle den Nachthimmel mit dem Teleskop betrachtet haben. Unser kleines Abenteuer kam in der Sporthalle der Schule mit dem Tanz, Gesang und Tränen des Abschieds zu Ende. Die ganze Woche und das ganze Projekt haben wir mit der Pflanzung des Baumes der Freundschaft gekennzeichnet.

Iva Mihalic Krčmar

Treffen in Szolnok

Die Grundschule in Szandaszőlős war der Gastgeber des ungarländischen Treffens des dreijährigen internationalen Projektes mit Titel „Schule draußen – Unterricht außerhalb des Klassenzimmers“. Auf das Treffen sind Gäste aus Tschechien, Kroatien, Lettland und Österreich angekommen. Das Ziel des Projektes, auf die Möglichkeiten des Unterrichtes außerhalb des Klassenzimmers aufmerksam zu machen.

Während des einwöchigen Besuches konnten die Gäste die Sehenswürdigkeiten von Budapest erkennen, und auch das Arboretum in Szarvas besuchen. Der Ausflug in die Mátra hat auch ein inhaltsreiches Programm geboten. Die Lehrer und Schüler konnten die reiche Sammlung des Mátra Museums erkennen, und sie sind Augenzeugen des seltenen Momentes der Vogelberingung gewesen. Aus dem Aussichtsturm in Sástó und aus dem Fernsehturm in Kékes tat sich ein wunderschönes Panorama vor die Gäste auf.

Die Grundschule in Szandaszőlős hat sich auch mit einem kulturellen Programm vorgestellt, dann haben die Vorstellungen der teilnehmenden Länder gefolgt. Den Tag hat ein fantastisches Tanzhaus gekrönt. Der Besuch im Flugzeugmuseum und ein spielerischer Wettbewerb haben die Woche beschlossen.

Jedes Programm war mit Erde, Wasser und Luft angebunden. Die Projektsprachen sind  Deutsch und Englisch, deshalb hatten die ungarischen Schüler tolle Gelegenheit ihre Sprachkenntnisse zu entwickeln. Sie haben die meisten Programme in diesen zwei Sprachen präsentiert, so ist auch die interaktive Erkennung von Szolnok passiert.

Während der Woche haben die Lehrer auch fachliche Konsultationen gehalten, wo sie die Erfahrungen des Projektes getauscht haben, beziehungsweise das nächste Projekttreffen in Kroatien vorbereitet haben.

Die Woche hat mit vielen Erlebnissen und Erkenntnissen geschlossen.

Anna Sitku (7. Klasse)

Zeitungsartikel (PDF)

Erasmus+

In der letzten Aprilwoche, als das Wetter für Lettland ungünstig war, flogen vier Schülerinnen aus Mittelschule Dagda und zwei Lehrer des Erasmus + Projekts in das sonnige, warme und farbenfrohe Kroatien, wo sie ganze Woche mit Aktivitäten verbrachten haben. Die Reise war sehr lang, denn von Dagda war es notwendig nach Vilnius zu kommen, dann zwei Flüge von Vilnius nach Wien (Österreich) und von Wien zum erwarteten Ziel – Zagreb (Kroatien).

Sonnenklima

Das erste, was uns bei der Ankunft in Kroatien beeindruckte, war das warme Wetter. Wir fuhren am Abend, aber sogar da war die Temperatur über 25°C. Dort im April ist es wärmer als in unserem Sommer. Wir fühlten uns wie in den Sinnen und rochen den Sommer, denn an einem Tag kamen wir aus dem kalten und grauen Lettland nach Kroatien, wo die Kastanien, Narzissen, Tulpen und Chrysanthemen bereits blühten.

Lange Entfernungen und Atmosphäre.

Jeder Tag des Projekts wurde sorgfältig und interessant geplant. Die Ausflüge, Mala Subotica Schule kennenlernen, Unterricht. Am ersten Tag hatten alle Teilnehmer des Projekts die schöne kroatische Hauptstadt Zagreb durchgegangen, einige Souvenirs im lokalen Markt gekauften und langsam die Speisen zum Mittagessen genossen. Wie wir später verstanden, ist jede Mahlzeit sehr langsam – es dauert etwa anderthalb Stunden. Das sieht zu langsam aus, aber wir haben uns daran gewöhnt und in Lettisch, Deutsch und Englisch kommuniziert. Interessant war das Trinken von Wasser bei jeder Mahlzeit: in den Gläsern waren kein Saft oder Kompott, sogar Wasser war beim Kaffee serviert. Es war auch seltsam, dass die Hauptmahlzeit in Kroatien das Abendessen sein sollte.

Freundschaftsveranstaltungen

Der nächste Tag war in der Mala Subotica Schule. Zuerst gingen wir in die kleine Schule und beeindruckten uns Aufschriften und Plakate aller Teilnehmerstaaten des Projekts. Wir teilten uns in mehrere Gruppen auf, weil wir eine Menge waren – 24 Studenten aus Ungarn, 17 – aus der Tschechischen Republik, 11 – aus Österreich und natürlich die kroatischen SchülerInnen. Der gesamte erste Teil des Tages war ein Werk in vielen Stationen – Recyclingpapier zu verwenden lernen, unseren Namen in der alten kroatischen Sprache zu schreiben, ein populäres Gummisprungspiel und Schach spielen. Nach einem üppigen Mittagessen präsentierten alle Mitgliedstaaten ihre Präsentation im Kulturzentrum. Wir hörten und schauten anderen zu, handelten alleine, es war faszinierend und interessant, über jeden Mitgliedstaat Bescheid zuerkennen. Dann gingen wir hinaus, wo die Tische mit Nationalgerichten aus jedem Land vorbereitet waren, die wir selbst mitgebracht hatten. Der kroatische Tisch war sehr reich, wir konnten probieren und viele Geschmäcker kennenlernen.

Am Mittwoch gingen wir in den Medjimuri Bezirk, der unserem Razna Nationalpark ähnlich ist. Wir sind viel gelaufen, haben die lokale Flora und Fauna studiert, einen Film gesehen, Insektenhäuser vorbereitet, Pferde gefüttert, Vögeln zugehört, im Turm geklettert, auf dem Fluss Mura Mittagessen gehalten und die Natur während der Wanderung noch einmal kennen gelernt.

Der Donnerstag begann mit der Fahrt in die Stadt Varadzine, wir sahen und wanderten durch die Altstadt, dann fuhren wir zur Trakoshchan Burg, die auf der Spitze eines Hügels liegt. Es war eine Freizeit, zum Schloss zu laufen, den Berg zu besteigen, von dem aus ein faszinierender Panoramablick sichtbar war. Der Nachmittag wurde von sehr interessanten sportlichen Aktivitäten gefolgt, wo wir in Gruppen aufgeteilt wurden, verschiedene Spiele spielten und Rafting-Kurse im Fluss hatten (wir haben gelernt, wie man richtig auf dem Boot zu sitzt, im Team arbeitet, und unsere Ausdauer beim Reiten getestet). Wir teilten uns auf und lernten einander besser kennen.

Der Freitag war wieder ein Schultag, wir arbeiteten an verschiedenen Stationen, jeder musste sich vorher anmelden und 3 verschiedene Klassen besuchen – Musik, Tischtennis, Mathematik, Sprache, Gymnastik, Nähen, Biologie, bildende Kunst und andere. Vor dem Mittagessen versammelten wir uns alle auf dem Schulhof, um Fotos zu machen und eine Erinnerung an den Baum dieses Projekts zu hinterlassen. Es gab ein wenig freie Zeit, um unseren Koffern zu packen, weil am Abend eine Abschiedsdisko statt fand, in der sich jedes Land für seine populärste Musik bewerben konnte. Es war auch möglich, den sternenklirrenden kroatischen Himmel durch ein Fernrohr zu beobachten.

Wir gingen nur ungern auseinander, tauschten Telefonnummern und E-Mails aus. Um drei Uhr der Nacht begann unsere Heimreise: Chakovec – Zagreb – Frankfurt – Vilnius – Dagda, und wir kamen früh am Abend nach Hause und brachten den schönen Frühlingsbeginn mit nach Hause. Die Zeit im sonnigen Kroatien war wirklich zauberhaft. Die Woche verging sehr schnell und es war komisch, nach Lettland zurückzukehren, wo der gesamte Frühlingsprozess erst kurz bevorstand.

Daniela Čapkeviča, Schulerin aus der Mittelschule Dagda

Croatian colorit

In the last week of April, when weather in Latvia was unpleasant, four girls and two teachers from Dagdas’ Secondry School within the Erasmus+ project went to sunny, warm and colorful Croatia, where they spent one week full of memories and fun experiences, meeting new friends and working with teachers and students from Austria, Czech Republic, Hungary and Croatia, who were also involved in the project. The trip to Croatia was really long, because they had to go from Dagda to Vilnius, than followed two flights from Vilnius to Vienna(Austria) and from Vienna to the final destination Zagreb (Croatia).

The first thing that surprised us when we arrived to Croatia was the warm weather though we came by in evening, but still the air temperature was above 25C. In Croatia April is hotter then summer in Latvia. Of course, we had already checked weather before going to flight and we were prepared.

LONG WALKS and PEACEFUL atmosphere. Each day of the project was carefully and interestingly planned. Excursions, introduction with Mala Subotica school, eating pauses and other events were held in peaceful atmosphere. Unlike Latvia, where people want all thing to be done quickly, in Croatia people lead a lot more slowly paced life. The first day all project participants went on a 12 km long walk through the beautiful and clean capital city of Croatia-Zagreb. During this excursion we purchased some souvenirs at the local markets and enjoyed peaceful meal. As we later understood all meals in Croatia were long (about one and a half hours). At first this pace was too slow for us, but eventually we got used do it, we also found out shat long meals give the opportunity to communicate during the meal. We found it interesting that at each meal on the table there was drinking water in beautiful glasses, whereas we are used to having juice or compote, even with coffee they served a glass of water. We also found it weirt that in Croatia the main meal in dinner. At the end of first day we rode 2 hours to get to our hotel in a city called Čakovec, where we stayed all week.

Commonwealth events

The next day was spent at Mala Subotica school. At first we went on a short excursion through the school, we were pleasantly surprised to see posters written in languages of all included countries. We were divided in many groups, because there were 24 people from Hungary, 17 from Czech Republic and 11 from Austria and of course people from Croatia. In the first half of day we learnt how to recycle paper, how to write our names in ancient Croatian language, we also played some sports games and board games. After all those activities each country had to present their selves, it was really interesting, because we found out interesting facts about other countries. Then we went outside where we had an opportunity do taste national food of each countries.

On Wednesday we went to Medimurje park which is similar to our Rāznas national park. We walked a lot and explored different flora and fauna, fed horses, had a meal by the river-Mura and did many more activities.

On Thursday we had an excursion through the Varadžin city, than we went to the Trakošcan castle, after that we had a free time to see beautiful landscapes. In the second half of day we played sports games with other countries and it helped to make new friends and get to know each other.

On Friday we again went to the school where we had to participate in 3 different activities, which we had chosen previously. In the evening we had a disco. In the night we had an opportunity to use a telescope to watch stars.

In 3:00 AM began our journey home and in the evening we were finally home.

The time that we spent in Croatia was truly beautiful. The week went by really fast and it felt almost weird return home. We want to thank our teachers-Olga Boboviča and Velta Augustova- for their support, care and company during this trip. We also want to say thank you to the organizators of this trip Marija Mickeviča,  accountant Atrida Koļča and driver Jānis Čivkulis.

We are closer to each other than we think!

A connecting activity for all partner schools. The idea was to watch a historical movie ‚The Chronicles of Melania‘:

vimeo.com/149883620
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The film is based on the life story of Melānija Vanaga, a Latvian woman who managed to survive her deportation to Siberia. It is a truthful human character who was a part of the greatest tragedy facing the Latvian nation. The film is made in cooperation with Czech State Cinematography Fund and the title role is played by Austrian actress Sabine Timoteo. It has been a success around Europe and even nominated for Hollywood Oscar as the best foreign movie.

After watching a film the students (aged 12+) were given some English language tasks to do.

Comprehension check (PDF)

Drittes Treffen der Koordinatoren in Österreich

Mit unserem dritten Koordinatorentreffen, wieder in Österreich, haben wir das letzte Projektjahr eingeläutet. Dieses Jahr werden wir dazu nutzen, Nachhaltiges an unseren Schulen einzurichten:

Lernorte außerhalb des Klassenzimmers!

Sie sollen für unsere SchülerInnen und LehrerInnen zu einem Ort werden, der auch nach Ablauf des Projekts für Unterrichtsstunden außerhalb des Klassenzimmers zur Verfügung steht und aufgesucht werden kann. Um dem Schulhaus und dem Bücherzentrierten Lernen immer wieder einmal den Rücken kehren zu können!

Es existieren bereits unterschiedlichste Ideen dafür: Von Pavillons und Sitzmöglichkeiten an Bäumen über Gemüsegärten und Hecken bis hin zu naturwissenschaftlichen Messstationen und Stationenlernen zum Thema „Schule draußen“. Die Resultate werden wir im Laufe des Jahres auf unsere E-twinning-Seite präsentieren und festhalten.

Neben viel Arbeit besuchten wir abwechslungsreiche Themenwege im österreichischen Herbstwald. Das Wetter spielte nicht mit, wovon wir uns aber keinesfalls abschrecken ließen und jetzt auf wunderschöne gemeinsame Erlebnisse zurück blicken können.

Internationales Projektentreffen in Szolnok, Ungarn

Im Mai 2017 trafen wir uns alle, die am Projekt teilnehmen, in Szolnok, Ungarn. Es war wieder eine interessante Woche, in der wir ganz viel gesehen haben. Wir haben die ungarische Kultur, regionale Spezialitäten und das Schulwesen kennengelernt. Alle konnten ihre Sprachkenntnisse verbessern und neue Freundschaften knüpfen. Ein großer Teil des Meetings wurde draußen veranstaltet, ganz nach dem Motto des Projektes „Schule draußen“.