Erasmus+

In der letzten Aprilwoche, als das Wetter für Lettland ungünstig war, flogen vier Schülerinnen aus Mittelschule Dagda und zwei Lehrer des Erasmus + Projekts in das sonnige, warme und farbenfrohe Kroatien, wo sie ganze Woche mit Aktivitäten verbrachten haben. Die Reise war sehr lang, denn von Dagda war es notwendig nach Vilnius zu kommen, dann zwei Flüge von Vilnius nach Wien (Österreich) und von Wien zum erwarteten Ziel – Zagreb (Kroatien).

Sonnenklima

Das erste, was uns bei der Ankunft in Kroatien beeindruckte, war das warme Wetter. Wir fuhren am Abend, aber sogar da war die Temperatur über 25°C. Dort im April ist es wärmer als in unserem Sommer. Wir fühlten uns wie in den Sinnen und rochen den Sommer, denn an einem Tag kamen wir aus dem kalten und grauen Lettland nach Kroatien, wo die Kastanien, Narzissen, Tulpen und Chrysanthemen bereits blühten.

Lange Entfernungen und Atmosphäre.

Jeder Tag des Projekts wurde sorgfältig und interessant geplant. Die Ausflüge, Mala Subotica Schule kennenlernen, Unterricht. Am ersten Tag hatten alle Teilnehmer des Projekts die schöne kroatische Hauptstadt Zagreb durchgegangen, einige Souvenirs im lokalen Markt gekauften und langsam die Speisen zum Mittagessen genossen. Wie wir später verstanden, ist jede Mahlzeit sehr langsam – es dauert etwa anderthalb Stunden. Das sieht zu langsam aus, aber wir haben uns daran gewöhnt und in Lettisch, Deutsch und Englisch kommuniziert. Interessant war das Trinken von Wasser bei jeder Mahlzeit: in den Gläsern waren kein Saft oder Kompott, sogar Wasser war beim Kaffee serviert. Es war auch seltsam, dass die Hauptmahlzeit in Kroatien das Abendessen sein sollte.

Freundschaftsveranstaltungen

Der nächste Tag war in der Mala Subotica Schule. Zuerst gingen wir in die kleine Schule und beeindruckten uns Aufschriften und Plakate aller Teilnehmerstaaten des Projekts. Wir teilten uns in mehrere Gruppen auf, weil wir eine Menge waren – 24 Studenten aus Ungarn, 17 – aus der Tschechischen Republik, 11 – aus Österreich und natürlich die kroatischen SchülerInnen. Der gesamte erste Teil des Tages war ein Werk in vielen Stationen – Recyclingpapier zu verwenden lernen, unseren Namen in der alten kroatischen Sprache zu schreiben, ein populäres Gummisprungspiel und Schach spielen. Nach einem üppigen Mittagessen präsentierten alle Mitgliedstaaten ihre Präsentation im Kulturzentrum. Wir hörten und schauten anderen zu, handelten alleine, es war faszinierend und interessant, über jeden Mitgliedstaat Bescheid zuerkennen. Dann gingen wir hinaus, wo die Tische mit Nationalgerichten aus jedem Land vorbereitet waren, die wir selbst mitgebracht hatten. Der kroatische Tisch war sehr reich, wir konnten probieren und viele Geschmäcker kennenlernen.

Am Mittwoch gingen wir in den Medjimuri Bezirk, der unserem Razna Nationalpark ähnlich ist. Wir sind viel gelaufen, haben die lokale Flora und Fauna studiert, einen Film gesehen, Insektenhäuser vorbereitet, Pferde gefüttert, Vögeln zugehört, im Turm geklettert, auf dem Fluss Mura Mittagessen gehalten und die Natur während der Wanderung noch einmal kennen gelernt.

Der Donnerstag begann mit der Fahrt in die Stadt Varadzine, wir sahen und wanderten durch die Altstadt, dann fuhren wir zur Trakoshchan Burg, die auf der Spitze eines Hügels liegt. Es war eine Freizeit, zum Schloss zu laufen, den Berg zu besteigen, von dem aus ein faszinierender Panoramablick sichtbar war. Der Nachmittag wurde von sehr interessanten sportlichen Aktivitäten gefolgt, wo wir in Gruppen aufgeteilt wurden, verschiedene Spiele spielten und Rafting-Kurse im Fluss hatten (wir haben gelernt, wie man richtig auf dem Boot zu sitzt, im Team arbeitet, und unsere Ausdauer beim Reiten getestet). Wir teilten uns auf und lernten einander besser kennen.

Der Freitag war wieder ein Schultag, wir arbeiteten an verschiedenen Stationen, jeder musste sich vorher anmelden und 3 verschiedene Klassen besuchen – Musik, Tischtennis, Mathematik, Sprache, Gymnastik, Nähen, Biologie, bildende Kunst und andere. Vor dem Mittagessen versammelten wir uns alle auf dem Schulhof, um Fotos zu machen und eine Erinnerung an den Baum dieses Projekts zu hinterlassen. Es gab ein wenig freie Zeit, um unseren Koffern zu packen, weil am Abend eine Abschiedsdisko statt fand, in der sich jedes Land für seine populärste Musik bewerben konnte. Es war auch möglich, den sternenklirrenden kroatischen Himmel durch ein Fernrohr zu beobachten.

Wir gingen nur ungern auseinander, tauschten Telefonnummern und E-Mails aus. Um drei Uhr der Nacht begann unsere Heimreise: Chakovec – Zagreb – Frankfurt – Vilnius – Dagda, und wir kamen früh am Abend nach Hause und brachten den schönen Frühlingsbeginn mit nach Hause. Die Zeit im sonnigen Kroatien war wirklich zauberhaft. Die Woche verging sehr schnell und es war komisch, nach Lettland zurückzukehren, wo der gesamte Frühlingsprozess erst kurz bevorstand.

Daniela Čapkeviča, Schulerin aus der Mittelschule Dagda

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