Über das Projekt

„Erkläre es mir, und ich werde es vergessen.
Zeige es mir, und ich werde mich erinnern.
Lass es mich selber tun, und ich werde es verstehen.“
(Konfuzius)

Projektziel ist es, Teile des Unterrichts in die unmittelbare Umgebung der Schule zu verlegen. Dabei handelt es sich um mehr als einen einmaligen Ausflug oder eine Exkursion: „Schule draußen“ versteht sich als Ergänzung zum täglichen Schulunterricht, und die regelmäßigen Unterrichtseinheiten außerhalb des Klassenzimmers sind eng mit dem Unterrichtsinhalt im Klassenzimmer verbunden.

Die am Projekt beteiligten Lehrer und Lehrerinnen wählen „für draußen“ jene Unterrichtsfächer, Themen und Lehrplaninhalte aus, aus denen sie sich den größtmöglichen Nutzen für ihre Schülerinnen und Schüler erwarten. Naheliegend sind Themen aus Biologie und Umweltschutz, wie das Bestimmen von Blumen und Bäumen oder das Beobachten von Tieren.  Aber auch das Zeichnen von Karten in der natürlichen Umgebung macht zum Beispiel den Geographieunterricht plastischer und realitätsnäher. Die Verlegung des Geschichtsunterrichts an historische Stätten lässt Vergangenes zum Leben erwecken. Schulhof, Wald, Wiese, Flora und Fauna, aber auch Museen, historische Stätten und öffentliche Plätze, sowie das Zusammentreffen mit Menschen, mit deren Wissen, Erfahrungen und Fertigkeiten sind Lernressourcen, derer wir uns bedienen möchten. Wir wollen über die Natur in, von und mit der Natur lernen. Über die Umgebung in, von und mit der Umgebung. Über das Funktionieren der Gesellschaft in, von und mit der Gesellschaft.

Eine länderübergreifende Partnerschaft mit anderen europäischen Schulen, die ähnliche Interessen und dasselbe Ziel verfolgen, stellt aus mehreren Gründen einen Mehrwert für die Projektumsetzung dar: Die Tatsache, dass die am Projekt teilnehmenden LehrerInnen unterschiedlichen Kulturen entstammen und unsere Schulen in unterschiedliche kulturelle, landschaftliche und schulisch-pädagogische Gegebenheiten eingebettet sind, macht die Umsetzung des Projekts – und mit ihm Ziel, Produkt und Ergebnis – spannender und vielfältiger. Durch unsere Vielfalt ergänzen wir einander. Die beteiligten Lehrer können miteinander arbeiten, gemeinsam etwas erreichen, sich austauschen und voneinander lernen.  Wir vorbereiten das Projektziel gemeinsam.

Darüber hinaus ist uns allen der europäische Austausch ein großes Anliegen. Wir wollen näher zusammenrücken. Wir alle unterrichten Fremdsprachen, und wollen unseren Schülerinnen und Schülern näher bringen, dass sie nur die Hand auszustrecken brauchen, und schon können wir Europa zu uns ins (Draußen-)Klassenzimmer holen! Unsere Schülerinnen und Schüler sollen sich mit anderen Kindern in der Fremdsprache austauschen, die am selben Projekt, ähnlichen Aktivitäten und Zielen arbeiten wie sie selbst. Sie sollen Freunde finden und andere Kulturen kennen lernen. Unsere gemeinsamen Projektsprachen (sowohl Lehrer als auch Schüler untereinander) sind Englisch und Deutsch. Wir werden außerdem Aktivitäten setzen, die die Muttersprachen der jeweils anderen involvieren.

Unsere direkte Zielgruppe, nämlich die Schülerinnen und Schüler mit denen wir in unserer Schule draußen arbeiten, ist die Zielgruppe der 10 bis 14-jährigen, und deren Lehrplaninhalte. Zielgruppe einer „Schule draußen“ können aber prinzipiell alle Lernniveaus, Schultypen und Altersgruppen sein. Wenn wir unsere Projektergebnisse mit anderen teilen, ist das für Lerner aller Altersstufen eine Bereicherung.

Die SchülerInnen öffnen sich durch den intensiven Austausch mit  Partnerschulen und – schülerInnen. Sie blicken über den Tellerrand, lernen fremde Kulturen kennen, und andere Denkweisen und Einflüsse. Sie erkennen den europäischen Gedanken,  finden Freunde, und werden zu kompetenten europäischen Bürgern. Aber nicht nur für sie sondern auch für die beteiligten LehrerInnen stellt der länderübergreifende Austausch eine große Bereicherung dar. Persönlich, wie die Projektinhalte betreffend. Wir lernen voneinander. Wir tauschen einander aus. Wir wollen miteinander daran arbeiten, wie wir „Schule draußen“  umsetzen können. Wir diskutieren darüber, was gut funktioniert und was weniger, und wie wir „Schule draußen“ effektiv gestalten können. Dafür sind alle Möglichkeiten des Austauschs unabdingbar, so wie es durch die Zusammenarbeit und im gemeinsamen Erarbeiten von „Schule-draußen“-Aktivitäten, und in den länderübergreifenden Aktivitäten der Fall ist. Dort erarbeiten wir gemeinsame  Themen, arbeiten an ländervergleichenden Schwerpunkten, unternehmen gemeinsam Draußen-Aktivitäten, ergänzen und bereichern einander. Ziel eines europäischen Austausches – und unser großes Anliegen – ist es unter anderem Unterschiede zu erkennen, aber auch ungeahnte Gemeinsamkeiten zu entdecken! Auf den länderübergreifenden Treffen arbeiten wir dezidiert mit ländervergleichenden Aktivitäten. Im Alleingang könnte keiner der Beteiligten (Länder, Schulen, LehrerInnen, SchülerInnen) das Projektziel gleichermaßen erreichen. Es ist der europäische Mehrwert, der das Salz in der Suppe darstellt!

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